Baubericht: SSY – Bedienwagen

Die Bedienung der Lokomotiven geschieht von einem Wagen aus, der hinter diesen mitgeführt wird. Als Bedienwagen wählte ich einen Flachwagen vom Typ SSY dessen Bau bereits auf den Seiten zuvor beschrieben wurde. Daher wird hier jetzt nurüber die Sonderbauteile des Wagens, wie z.B. hydraulische Bremse, Fußrasten, Sitzkiste und Tachometer, berichtet.
Die wichtigste Sonderbauart des Flachwagens ist die hydraulische Bremse, denn mit meiner 64 lassen sich durchaus Züge mit einem Gesamtgewicht von über 1000kg transportieren und diese Massen müssen dann irgendwie auch wieder sicher abgebremst werden können. Die Lok verfügt zwar über eine Dampfbremse und Handbremse, aber eine gefühlvolle Bremsung mit diesen ist recht schwierig und würde den Verschleiß der Lokradreifen unnötig erhöhen. Aus diesen Gründen kommt also eine hydraulische Bremse, welche auf alle 8 Räder  des Wagens wirkt, zum Einsatz.
Nun wird man sich vielleicht fragen, warum gerade eine hydraulische Bremse Verwendung findet. Die Antwort ist einfach, denn meine Flachwagen besitzen bekanntlich Drehgestelle. Eine mechanische Betätigung der Bremsen würde also sehr kompliziert, da diese allen Bewegungen der Drehgestelle folgen können müsste. Bei Hydraulikbetätigung lässt sich dieses Problem allerdings ganz leicht durch druckfeste Schläuche lösen.

Die ersten Bilder dieser Seite zeigen, dass der Bedienwagen bereits mit Sitzkiste und seitlichem Bremshebel ausgestattet wurde. Die Kiste wird später noch verfeinert und die Sitzfläche gepolstert. Weiterhin lässt sich der Deckel abnehmen, so dass hier Werkzeug und Kohle Platz finden.


Da die Fertigstellung der hydraulischen Bremse momentan wegen Mangel an geeigneten O-Ringen ruht, habe ich mit dem Weiterbau und Verschönerungsarbeiten an der Sitzkiste begonnen.
Wie schon an anderer Stelle beschrieben, wurde das Innenleben der Kiste in zwei Teile aufgeteilt. Der größere Bereich dient zum verstauen von Werkzeugen, der kleinere ist Kohlenvorrat für die Lokomotive. Wie auf dem zweiten Bild des Absatzes zu sehen, wurde in die Vorderwand der Sitzkiste eine Öffnung geschnitten um von hieraus die Kohle entnehmen zu können. Damit die Kohle nicht einfach auf die Beplankung des Wagens purzelt, wurde vor der Öffnung eine Kiste, bestehend aus zusammengelöteten MS Blechen, angebracht.


Obwohl der Transport einer solch riesigen Kiste und dazu noch auf einem solchen Flachwagen, recht realitätsfremd ist, habe ich dennoch versucht die Optik des „Ladeguts“ etwas aufzuwerten, indem an den Kanten Winkel und Diagonalen, welche zuvor schwarz lackiert wurden, angebracht wurden.


Um relativ bequem auf dem Wagen sitzen zu können wurde der Deckel gepolstert und mit Leder überzogen.