
Da man mit Eisenbahnfahrzeugen dieser Modellgröße auch Personen befördern kann, wurde gleich nach Fertigstellung der 64er im Sommer 2003 mit dem Bau von Modellwagen begonnen. Für diese Aufgabe schienen sich Flachwagen besonders gut zu eignen. Daher entstanden zunächst drei Wagen vom Typ SSY/ Rlmmp. Einer von diesen wurde später als Bedienfahrzeug für die Lokomotiven mit einigen Besonderheiten versehen, worüber am Ende dieser Rubrik berichtet wird.
Die Vorbilder dieser Vierachser waren für den Transport schwerer Militärfahrzeuge konstruiert, bewährten sich aber auch bei anderen Transportaufgaben sehr gut.
Daten vom Modell
| Länge ü. Puffer | 1008 mm |
| Breite | 280 mm |
| Gewicht | ca. 27 kg |
| Raddurchmesser | 85 mm |
| Bauzeit | ca.100 Stunden |
Der Bau begann mit der Herstellung der Räder. Das nachfolgende Bild zeigt eine St52 Welle mit einem Durchmesser von 100 mm. Aus diesem Rohling wurden 32 Räder, für insgesamt 3 Wagen, gedreht.

Aus der oben gezeigte Welle wurden entsprechende Rohlinge abgesägt.

Aus diesen Rohlingen konnten dann die Räder auf der Drehmaschine gefertigt werden.

Nach Fertigstellung der Räder wurden dieses mittels eines Spezialklebers mit den Achsen aus verschleißfestem Silberstahl verbunden. Das Foto zeigt einen fertig zusammengefügten Radsatz, bei dem gerade die Endbearbeitung auf der Drehmaschine vorgenommen wird.

Hier sind die komplett bearbeiteten Radsätze eines Flachwagens zusehen.

Für die Drehgestellwangen, diente schwarzer Flachstahl (St37-2) als Ausgangsmaterial. Die spätere Kontur wurde zunächst mittels Winkelschleifer grob ausgeschnitten. So konnte die spätere Fräsarbeit auf ein Minimum reduziert werden. Das Foto zeigt ein Stück Flachstahl, als Ausgangsmaterial sowie eine mittels Flex vorbereitete Rahmenwange.

Als nächstes erfolgte die Feinbearbeitung der vorbereiteten Rahmenwangen auf der Fräse.

Verbunden wurden die beiden Rahmenwangen durch diverse andere Bauteile, die auf dem nächsten Bild zu sehen sind. Auch dieses Teile wurden aus Winkel oder T-Profil, sowie Quadratrohren gefräst.

Hier werden die Drehgestelle während des Zusammenbaus gezeigt. Noch fehlen die mittigen Träger aus Quadratrohr, die später die Drehzapfen des Wagens aufnehmen. Die Achsen wurden in den Drehgestellwangen in Sinterbronzelagern gelagert. Diese Gleitlager haben den Vorteil, dass sie bei ihrer Herstellung in Öl getränkt wurden und somit im späteren Betrieb selbstschmierend sind und keine Wartung erforderlich ist.

Das nächste Bild zeigt die komplett fertiggestellten und grundierten Drehgestelle.

Auf dem folgenden Bild wurde das Drehgestell bereits mit dem Wagenaufbau verbunden.
