Dampfspeisepumpe

Meine Dampflok der Br 64 wurde damals mit zwei Achspumpen, einem Injektor und einer Handspeisepumpe entwickelt. Die Lok war also von Beginn an mit ausreichend Speiseeinrichtungen versehen. Dennoch gab es schon bei den ersten Probefahrten der Lok den Wunsch, diese zusätzlich noch mit einer Dampfspeisepumpe – genau wie beim Vorbild – zu versehen.

Bei dieser Pumpe handelt es sich um eine Kolbenpumpe, die über eine eigene Dampfmaschine angetrieben wird. Anders als ein Injektor arbeitet diese Speiseeinrichtung in weiten Grenzen unabhängig vom Kesseldruck und der Speisewassertemperatur.
Die Pumpe ist von der Bauart Westinghouse und wurde ausschließlich aus rostfreien Materialien gefertigt. Der Dampfzylinder hat einen Durchmesser von 16 mm, der Wasserzylinder 10 mm, bei einem Hub von 23 mm. Teilweise mussten Arbeiten mit Uhrmacherpräzision ausgeführt werden, wie z. B. das Schneiden von M1,4-Gewinden.

Die Abdichtung der Kolben und Kolbenstangen erfolgt auf altbewährte Art mit Viton-O-Ringen. Geschmiert wird die gesamte Baugruppe über einen Verdrängungsöler, der kurz vor der Pumpe in die Dampfzuleitung eingeschleift ist.


Wasserseitiger Teil der Pumpe. Dieses Bauteil wurde aus verschiedenen Dreh- und Frästeilen zusammengelötet.


Dampfseitiger Teil der Pumpe. Auch dieses Bauteil wurde aus verschiedenen Dreh- und Frästeilen zusammengelötet.


Gehäuse zur Aufnahme der Dampfmaschinensteuerung.


Zusammenfügen der einzelnen Baugruppen.


Zusammenbau und Montage der Pumpe.


Anbringen eines Verdrängungsölers zur Schmierung der Pumpe im Betrieb.


Erster Testlauf der Pumpe mit Dampf.